Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der junge Mensch in seiner besonderen Lebenssituation. Die Wertschätzung des jungen Menschen und seiner Familie sind für uns Grundlage unseres pädagogischen Handelns und ermöglichen den Blick auf die Ressourcen.

Wir legen Wert darauf, dass sich die jungen Menschen in unseren Häusern wohlfühlen und sich in das soziale Umfeld integrieren.

Handlungsleitend in der Arbeit ist für uns die Selbstäußerung des jungen Menschen in seinen verschiedenen Lebensbereichen.

In unserer fachlichen Arbeit beziehen wir u.a. Ansätze aus der systemischen und der kognitiven Verhaltenstherapie, der Traumapädagogik, der kinder- und jugendpsychiatrischen Forschung ein, um das Verhalten der Kinder und Jugendlichen verstehen zu können. Wir möchten sie motivieren, Änderungen als sinnvoll und erreichbar zu erleben und sie und ihre Familien in diesen Lernprozessen zu unterstützen.

Im Rahmen der Hilfeplanung ist es uns wichtig, dass im Team, mit dem jungen Menschen und ggf. den Sorgeberechtigten die verschiedenen Perspektiven so zusammengeführt werden, dass die Hilfe fachlich plausibel planbar ist und erreichbare Ziele formuliert werden können. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Schule, niedergelassenen Therapeuten und Kinder- und Jugendpsychiatrie ein besonderes Anliegen.

Teamsitzungen, Supervision und Fortbildungen sichern die Qualität der Arbeit. Bei klaren Strukturen und Zuständigkeiten sind Räume für eigenverantwortliches Handeln und Möglichkeiten zur Gestaltung offen.

Ein engagiertes und qualifiziertes Freizeitteam bietet vier Wochen im Jahr gruppenübergreifende Freizeiten an, die an erlebnis- und gruppenpädagogischen Konzepten orientiert sind.

Die Freizeiten bieten Gelegenheit zu intensiven Sinnerlebnissen und zur Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Mut oder Angst und dem Umgang mit Grenzen. Die Angebote ermöglichen eine Vielzahl von Lernprozessen für den einzelnen, aber auch in Bezug auf die gesamte Gruppe. Situationen des "Aufeinanderangewiesen-Seins" lassen Rollen innerhalb der Gruppe aufbrechen und neue Möglichkeiten des Umgangs miteinander erproben. Durch Reflexion des Erlebten lassen sich die Erfahrungen im Gruppenalltag wieder aufgreifen.